Donnerstag, November 22, 2018

das, mein Leben in Metaphern

sodele...ein neuer Tag .
Ich muss gleich mal vorweg sagen, dass es doch ein gutes Gefühl ist nicht den ganzen Tag auf dieses Handy zu starren.
Irgendwie zu wissen, zu ahnen, da kommt nix mehr.
Bestimmt kommt irgendwann nochmal was, aber dann ist dieses ganze Karussell zum Stillstand gekommen und steht eingemottet in einem dunklen Schuppen-und da die Fahrt darin jetzt nicht so der burner war, und ich das ja nun weiß, würde ich es -Aufgepasst!!!-GLAUBE ICH😬 nicht noch einmal reaktivieren.
Da müsste zu viel dran rum geschraubt werden damit die Fahrt darin angenehm und erquicklich ist.
Ich bin nicht so der Schrauber, früher habe ich so gerne an Karussells rumgeschraubt-hab sogar genossen, wenn mir während der fahrt kotzübel war-heute nimmer.
Ich bin da wie jedes Weibchen jenseits der 35-ich mags jetzt gemütlich und will mir meine Finger nimmer schmutzig machen.
Aber war gut, dass ich es nochmal probiert habe, ob ich noch Karusselltauglich bin.
Kann ich eigentlich nur in Metaphern?
Herr C. hat also gestern um 12 Uhr schießmichtot das letzte mal etwas von sich gegeben-natürlich kann ich ihn nicht verstehen, genausowenig wie er mich.
Wir funken auf völlig verschiedenen Frequenzen-ich hab ihm meine Sendungfrequenz geschickt, aber lässt sich auf seinem System nicht implementieren-auch ok-ist es eben so-schon wieder ne Metapher......
Er bedeutet mir immer noch viel-er gehört so untrennbar zu meinem Leben dazu-aber ich habe das unbestimmte Gefühl, er hat sich überhaupt nicht entwickelt.
Ich weiß, dass er früher Musik gehört hat und ich weiß, dass Musik auch für ihn ein Gefühlsverstärker oder aber ein Absacker war-heute-20 Jahre später ist es wie bei vielen unserer Spezies der Alkohol. er hat doch früher auch gelesen oder?
Ich kann nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die nicht lesen.
Wie will man denn geistig wachsen ohne vom Geist anderer zu partizipieren?
Warum gibt es denn aberMillionen von Büchern, wenn es aberMillionen von Menschen gibt, die den Inhalt nicht würdigen?verstehe ich nicht!

ich war jetzt auch derbe abgelenkt-habe ein paar Wochen nicht gelesen-werde aber heute noch recherchieren welches Buch ich mir besorge um meinen Geist etwas zu füttern-um abtauchen zu können in den Geist eines anderen-um mich in der Welt eines anderen umzuschauen-meistens kann ich auch etwas für mich mitnehmen.

puh....es ist wirklich schwer im Land der Marionetten und Pimmeln klarzukommen.
Niemand da, der seinen Geist mit mir teilt.
Niemand da, der sich öffnet und mich reinblicken lässt-alle zu, wie tot.
Was fühlen diese Leute?
Wie tief gehen deren Gefühle?
Sind deren Gefühle wie Mäntel, die man ablegen kann wenns zu heiß wird?
Schwer einzuschätzen, da ja niemand über seine Wunden, Schmerzen, Gefühle spricht.
Mich verletzt es, dass er meine Türen zuschmeißt und noch zuruft:-alles jut-hab genug gesehen-ich muss zurück und trinkn Bier-bis irgendwann mal!-

Und dann -steht meine Tür doch trotzdem noch offen ?
Die kann doch nur ich auf und zu machen. er wirft sich quer in den Türrahmen und sieht da n Wald vor lauter Bäumen nich-is ihm nicht geheuer und geht zurück auf die gerodeten Felder !?
Das muss mal einer verstehen. in einem Wald gibts soviel zu entdecken und zu jedem Wald gibts nen Experten, der einem alles erklären kann.
Das ist doch´n Angebot, welches man gar nicht ablehnen kann!!!!
Doch- es gibt Menschen, die fühlen sich in der Rodung viel wohler, wahrscheinlich weil alles so übersichtlich ist, sie müssen sich dann nicht die Arbeit machen sich erst zurechtzufinden, sondern können ohne Kompass und Spezialwissen einfach durchs Land spazieren-und da ja eh schon alles weg ist-machen sie auch nicht soviel kaputt beim durchlatschen-da kann man dann auchn Lager aufschlagen und dort campieren solang es einem gefällt.
Manchmal wird einen von denen langweilig-gibt ja auch nix zu entdecken-ok-vllt hat der ein oder andere hier und da n Blümchen oder n Busch stehen lassen, vielleicht auch dort n bisschen aufgeforstet-aber grundsätzlich, stell ich es mir stinklangweilig vor....wieder Metaphern-krass -ich denke und beschreibe nur in Metaphern - was bedeutet das?

ok hab mal nachgelesen- es gibt Menschen die denken symbolhaft-also in Metaphern-um alles zusammenzubringen-und da ALLES zu viel ist, wird es verknüpft und in Bildern verpackt.-metaphorisches Denken.
Dann gibts auf der anderen Seite noch die materialistischen Denker- sie denken eindeutig, objektiv, geradlinig und realistisch-kein rechts, kein links, kein oben ,kein unten.
beide können dem Artikel aus dem spireo Magazin nach, nicht miteinander kommunizieren.
ja, merke ich tagtäglich 😖.

der Kontakt mit T. hats nochmal ganz klar gezeigt!
Er liest nicht. er hört keine Musik. er nimmt nicht an Kunst und Bildung in Form von Kultur teil.
Er sagt um ihn herum seien nur Minderbemittelte-er will davon nichts mehr wissen, dass er das so gesagt hat(-ihm sind seine eigenen Gedanken peinlich und fremd-)
Sein soziales Umfeld wäre der Grund weshalb er wohl jetzt so wäre wie er ist-und weil er keine zeit hat-wobei er dies nicht präzisierte.
Sehr einfach! so drückt sich doch jemand aus, der auf einer Rodung campiert oder?
Und maln Ausflug nach Mittelerde machen wollte.
oh man 😕 das tut fast körperlich weh mir vorzustellen mein Innenleben, mein schöner grüner, bunter ,verwilderter großer-unendlich großer Wald wäre weg 😱-horror.

Vielleicht kommt irgendwann doch mal jemand, der keine Lust mehr hat oder noch nie lust hatte auf ner Rodung zu campieren, der mit mir in seinen und meinen Wäldern rumstreunen möchte-es gibt soviel zu entdecken 😃—ich freue mich so sehr auf diesen Menschen-sooooo sehr.
bis dahin-macht das Entdecken auch allein mit mir, meinen Büchern und meiner Musik viel viel Spaß


Copyright ©  (2024) Janet Bepunkt, Mittevierzig

Mittwoch, Oktober 04, 2017

Das Leben in Katzenmanier

was war das herrlich. Mein Leben in Slowmotion-8 Wochen lang in Honig baden ohne auch nur eine einzige Biene in Schwierigkeiten zu bringen.
Ich bin einfach ausgestiegen. Zack-Schnauze voll, Nase voll, Kopf zu-Fluchtgedanken.
Am 21.07.17 hab ich das Hamsterrad einfach angehalten, bin ausgestiegen, hab mich auf meine Beine gestellt, die Arme vor der Brust verschränkt und laut gedacht " Ihr könnt mich mal"!

Von der einstmals idealistisch motivierten Krankenschwester (ich lehne für mich den Begriff Gesundheits- und Krankenpflegerin ab), waren nur noch Fragmente übrig.
Einen Tag länger in dieser Mühle, welche meine Lebenszeit für meine persönliche, permanent fließende Sanduhr zu feinen Staub zermahlte, und ich hätte mein Leben nicht mehr gelebt, sondern leben lassen.
Manch Einer behauptet ich sei blauäugig, aber ich wusste es ja besser, zumal ich grünäugig bin.
Ich weiß immer alles besser und höre mir deshalb oft schon selber nicht mehr zu.
Irgendwann sagte mir mal Irgendjemand " Du hast den Kopf in den Sternen und die Füße auf den Boden".
Wenn das kein Kompliment ist, dann weiß ich es auch nicht.

Ja. Nun also, hab ich 8 Wochen meines Lebens in Katzenmanier auf dem Sofa oder wahlweise wohlig räkelnd in der Sonne verbracht.
Ich weiß nun 1:1 wie sich ein Leben als kastrierte Hauskatze anfühlt und bin jetzt zeitlebens neidisch auf kastrierte Hauskatzen.
Das hab ich nun davon.
Ich hab das Gefühl des Hamsters im Hamsterrad, gegen das Gefühl einer gut gefütterten, völlig relaxten Hauskatze, mit der Möglichkeit zum Freigang, eingetauscht, ohne mir vorher mal Gedanken zu machen, dass ich als Katze unter Hamstern eher, na sagen wir mal exotisch wenn nicht sogar fremdartig wirken könnte.

Ab morgen begebe ich mich, vollgepumpt mit Vitamin D3 und B12, um mir die Sonne aus dem Arsch strahlen zu lassen, wieder ins Hamsterrad.
Es ist ein anderes Hamsterrad als welches, in dem ich jahrelang das Gummi meiner Sohlen ließ.
Hier werde ich vermutlich nicht so viele Sohlen lassen. Jedenfalls habe ich das gar nicht vor.
Aber es ist ein Hamsterrad, ein Käfig, ein enger Rahmen, die Grenzen sind schwer bewacht von Repressoren.
Während ich das alles so schreibe, wird mir klar, dass ich extrem an meinem Karma arbeiten muss.

Ich wollte raus der Altenpflege! Unbedingt und unter allen Umständen.
Nun bin ich notgedrungen wieder drin in der Altenpflege. Notgedrungen, da auch und vor allem Katzen hin und wieder etwas Gutes zum Verdauen brauchen und Fellpflege betreiben müssen. Nur darum!
((Täglich bestünde die Möglichkeit, dass die Postfrau auf dem Hamsterrad neue Nachrichten für neuen Schwung in meinen Postkasten wirft. Solange ich Optionen hab, hab ich Träume.))
Das sorgt nicht nur für schlechte Stimmung, sondern stellt mir diesen Beruf in Gänze in Frage.
Krankenschwester bin ich. Krankenschwester wollte ich sein. Als Krankenschwester hab ich begonnen. Nach Berufung fühlt es sich an.
Geendet bin ich in der Altenpflege, da mobile Pflegedienste-ganz egal unter welcher Flagge sie dienen oder welche epischen Leitsätze sie sich auch immer in ihr Firmenprofil tackern- nur mit Altenpflege reich werden können.
Und darum geht's ja schließlich hier, in der Branche Pflege- reich werden um jeden Preis.
Je mehr Kunden,  je älter und gebrechlicher, kranker und geistig verwirrter der Kunde, desto lauter klingen die Kassen.
Fleißig war ich. Während meines Ausfluges in die Welt der Katzen, hab ich mal ordentlich aufgeräumt im Kopf. Als ich wusste was ich will, hab ich alles nach diesem Willen ein- und ausgerichtet.
Aber davon mehr, wenn ich das sortiert hab, um es niederzuschreiben ohne dabei Schimpfwörter nutzen zu müssen.

Adieu


Copyright ©  (2024) Janet Bepunkt, Mittevierzig